Kursdetails

    SEMINAR-NR. I3-330 /18

    Netzwerkmanager*in im Sozialraum, Reihe D

    Wann
    24.09.2018, 14:00 Uhr - 09.10.2019, 14:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Mitarbeiter*innen öffentlicher Träger und der AWO, die mit der Aufgabe betraut sind, sozialräumliche Netzwerke zwischen den verschiedenen sozialen Diensten zu initiieren, zu entwickeln und zu koordinieren.
     
    Leitung
    Titz, Klaus / Dr. Schönknecht, Christiane
     
    Zuständig
    Karin Kaltenbach
     
    Ort
    AWO Tagungszentrum Haus Humboldtstein, Remagen-Rolandseck
     
    TN-Beitrag
    3850 € (Externe: 3850 €) inklusive Unterkunft und Verpflegung
     
    Download Seminarinfo

    Teilhabe von Menschen an der Gesellschaft beginnt dort, wo sie wohnen, im Sozialraum. Um Teilhabe zu ermöglichen, erfordert es zielgerichteter Aktionen, die sich an den Bedarfslagen und den Potenzialen von allen im Sozialraum lebenden Menschen orientieren. Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen führen zu großen Herausforderungen in den Städten und Gemeinden. Bisherige Versorgungs- und Dienstleistungskonzepte z. B. in der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe stoßen zunehmend an Grenzen: So steigt die Nachfrage nach Pflege und Betreuung älterer Menschen bei gleichzei-tigem Rückgang des familiären und professionellen Pflegepotenzials. Hierbei hat die kommunale Ebene eine besondere Bedeutung, denn dort wird das Zusammenspiel von Bürger*innen, Kommune und gemeinnützigen Trägern der Wohlfahrtspflege konkret gestaltet. Die Kommune hat die Aufgabe, den Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. Sie fördert Kooperationen, indem sie die Akteure an einen Tisch bringt und Kooperationen organisatorisch und finanziell unterstützt. Sie trägt im Sinne der Daseinsvorsorge auch die Verantwortung für eine teilhabeorientierte, integrierte Sozial- und Infrastrukturentwicklung. Träger sozialer Dienstleistungen haben die Aufgabe, ihre Arbeitsorganisation nicht mehr bereichsbezogen, sondern bedarfsorientiert, dezentral und sozialräumlich auszurichten. Das erfordert neben strukturellen Veränderungen der Organisationen, eine auf Kooperation ausgerichtete Ablauforganisation, erweiterte Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung mit dem Ziel, vernetzte Arbeitsformen zu fördern und Sozialraumpotenziale zu erschließen. Voraussetzung dafür ist, dass die Träger der Wohlfahrtspflege und die Kommunen neue Organisations- und Leistungsstrukturen entwickeln, die durch eine konsequente Ressourcenorientierung sowie die Überwindung starrer Fachbereichs-/Leistungsbereichsgrenzen und damit verbundener Finanzierungszugänge gekennzeichnet sind. Eine integrierte Planung der sozialen Versorgung und der Aufbau beteiligungsorientierter Kooperationsformen zwischen den Akteuren sind wesentliche Grundpfeiler einer erfolgreichen Sozialraumarbeit. Für die Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege bedeutet das, flexible und auf den Sozialraum ausgerichtete Dienstleistungen anzubieten, die sich an den Konzepten zu Teilhabe, Selbstbestimmung und Prävention ausrichten und in Form lokaler Netzwerke umgesetzt werden. Das erfordert die Ermittlung der Bedarfe und der Ressourcen des Sozialraumes, um Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen, Leistungen bedarfsgerecht zu entwickeln und Ausgangspunkte für die Kooperationen professioneller Anbieter zu erkennen. Dazu braucht es Mitarbeitende, die über spezifische Kenntnisse und Kompetenzen verfügen, um sozialraumorientierte Arbeit und Netzwerke zu entwickeln. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und die AWO Bundesakademie sehen in einer gemeinsamen Qualifizierung von Mitarbeitenden freier und öffentlicher Träger zur*zum Netzwerkmanager*in im Sozialraum die besondere Chance, Sichtweisen und Erwartungen zusammenzubringen und auf dieser Basis abgestimmte Arbeitsansätze im Sinne des Sozialraumes und seiner Einwohner*innen zu gestalten. Darüber hinaus gewinnen die Teilnehmenden Kenntnisse über Denk- und Handlungsweisen von Netzwerkpartnern im Sozialraum. Mögliche Dynamiken in der Entwicklung von Netzwerken können im Rahmen der Fortbildung vorausgedacht und reflektiert werden. Teilnahmevoraussetzungen: - Sozialräumliche Aufgabenschwerpunkte in der aktuellen Tätigkeit - Möglichkeit zur Durchführung eines fortbildungsbegleitenden Vernetzungsprojektes Ziele: - Persönliche und fachliche Kompetenzen für ein sozialraumorientiertes Netzwerkmanagement entwickeln - Klarheit über Funktion und Organisation sozialräumlicher Netzwerke gewinnen - Rolle und Aufgaben als Netzwerkkoordinator*in klären - Instrumente zur Netzwerkbildung und Netzwerkförderung konzeptionell und strukturiert bezogen auf einen Sozialraum anwenden - Grundlage der Zusammenarbeit von öffentlichen und freien Trägern bezogen auf Netzwerkarbeit kennenlernen Zertifikat: Voraussetzungen für den Zertifikatsabschluss sind: - Die regelmäßige Teilnahme an den Seminaren und den kollegialen Beratungsgruppen - Durchführung eines Praxisprojektes auf Basis des Projektkontrakts - Abgabe eines Projektberichtes - Präsentation und Diskussion der Projektergebnisse im Kolloquium Teilnehmer*innen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, erhalten eine Bescheinigung über die tatsächliche Kursteilnahme. Modul 1: Grundlagen der sozialräumlichen Netzwerkarbeit Im ersten Seminar stehen Grundlagen des Sozialraumansatzes auf dem Programm. Es folgt eine IST-Analyse der sozialräumlichen Netzwerkarbeit und die Formulierung möglicher Zielstellungen. Der Blick in den Sozialraum zeigt, dass dort selbstständige und unabhängige Akteure zusammenarbeiten. Sie haben Verbindungen geknüpft, um beispielsweise die Informationsvermittlung in bestimmten Bereichen zu verbessern oder die Entwicklung von Innovationen zu fördern. Netzwerktypen mit ihren spezifischen Zielen und Handlungsformen werden differenziert vor dem Hintergrund bestehender Sparten betrachtet und mögliche übergreifende Verbindungen erarbeitet. Modul 2: Methoden und Instrumente sozialräumlicher Netzwerkarbeit In diesem Modul steht die Erkundung des Sozialraumes im Mittelpunkt. Methoden sozialräumlicher Ressourcenrecherche werden vermittelt und mögliche Netzwerkziele abgeleitet. Netzwerke funktionieren nur dann, wenn sich die Akteure verbindlich beteiligen. Dazu ist eine Anschlussfähigkeit der Organisation an das Netzwerk erforderlich. Damit Organisationen und Verwaltungen fit für Netzwerkarbeit werden, sind Prozesse der Organisationsentwicklung ebenso notwendig wie formelle Vereinbarungen und eine kontinuierliche Kommunikation zwischen den Netzwerkpartnern. Zusammenarbeit im Netzwerk braucht die Offenheit, nicht an vorhandenen Strukturen festzuhalten, sondern neue Arbeitsformen zu gestalten. Modul 3: Kommunikation und Methodentraining für die Sozialraumarbeit Netzwerkarbeit ist Kommunikationsarbeit. Netzwerkmanager*innen sind dabei nicht nur auf "Sendung", sondern nehmen aufmerksam die Interessen, Sichtweisen, Bedarfe und Ziele der Akteure im Sozialraum wahr und moderieren Prozesse des Interessenausgleiches und der gemeinsamen Zielfindung. Partizipative Methoden sind für die Arbeit im Sozialraum unerlässlich. Im Mittelpunkt des Seminars stehen Verfahren zur Bürgerbeteiligung und die Moderation von Aushandlungsprozessen. Modul 4: Steuerung und Evaluation von sozialräumlichen Netzwerken Mit der Netzwerkarbeit verfolgen die Netzwerkpartner*innen definierte Ziele. Im Rahmen des Praxisprojektes halten sie die Ziele in einem Projektkontrakt fest. Auf Grundlage der Erfahrungen aus den Praxisprojekten werden Steue-rungsansätze in der Netzwerkarbeit reflektiert. Mögliche zielbezogene Kennzahlen und Indikatoren werden entwickelt und Prozesse zur Selbstevaluation erarbeitet. Modul 5: Präsentation der Praxisprojekte inkl. Kolloquium Das Kolloquium bildet den Abschluss der Fortbildung. Die Praxisprojekte werden einer Fachöffentlichkeit bestehend aus Mitarbeitenden der Träger und den Verwaltungen der Kursteilnehmer*innen und dem Referent*innenteam vorgestellt und Umsetzungserfahrungen reflektiert.

     
    Veranstaltungen Oktober 2018
    Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5 6 7
    8 9 10 11 12 13 14
    15 16 17 18 19 20 21
    22 23 24 25 26 27 28
    29 30 31
       
    SEMINAR-NR. A3-110A/18
    Sozialwirt 2.0
    Nachhaltige Organisationsentwicklung -
    Prozessbegleitung zu Fragen der Praxis
    Nachbereitung, Refreshing, kollegiale Beratung und... weiter..
    SEMINAR-NR. I3-310 /18
    Case Management - Ein systematisches und kooperatives Beratungsverfahren, Zertifikatsreihe C
    Case Management ist zu einer methodischen... weiter..
    SEMINAR-NR. A6-534 /18
    Häusliche Gewalt: Hinsehen - Erkennen - Ansprechen - Vermitteln
    Hintergründe und Auswirkungen häuslicher Gewalt
    Das Seminar ist zwei grundlegenden Zielen... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-802A/18
    Datenschutz in der Beratung
    In dieser Fortbildung geht es um Datenschutz in... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-124 /18
    Managementkompetenz für Führungskräfte, Reihe J
    Modul 4: Qualitätsmanagement als Führungsaufgabe
    Qualitätsmanagement (QM) ist ein zentrales... weiter..
    SEMINAR-NR. A7-825 /18
    Engagiert in der AWO - Qualifizierung und Vernetzung von neuen Aktiven in der AWO Vereins- und Verbandsarbeit
    Die AWO lebt von engagierten Menschen, die bereit... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-177 /18
    Teambildung - Vielfalt nutzen für die Freude am gemeinsamen Erfolg
    Die aktuellen Entwicklungen in der Arbeitswelt... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-384 /18
    Resilienz Basistraining
    Der Arbeitsalltag vieler Mitarbeiter*innen im... weiter..
    SEMINAR-NR. P1-100 /18
    "Bekannt machen mit dem Quartier / bekannt werden im Quartier" - Transferworkshop
    Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem ESF-Projekt Fachkräftesicherung in der Altenhilfe durch Quartiersentwicklung (FaQuar)
    Was soll mit dem Transferworkshop erreicht... weiter..
    SEMINAR-NR. I3-410 /18
    Management von Tageseinrichtungen für Kinder
    Zertifikatsreihe - Kursreihe M
    Die Bedeutung und Aufgabenvielfalt der... weiter..
    SEMINAR-NR. A6-596A/18
    Gewaltschutzschulung für Flüchtlingsunterkünfte
    Gewaltschutz ist als Prävention von und Reaktion... weiter..
    SEMINAR-NR. A6-532 /18
    Beratung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz - Grundqualifizierung
    Vor dem Hintergrund der gesetzlichen... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-701A/18
    Wie wir Konflikte besser bewältigen
    Qualifizierung für Migrationsfachdienste
    In diesem Workshop werden wir Ihre Erfahrungen mit... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-655 /18
    Pflege- und Seniorenberatung: Schulungen für pflegende Angehörige (nach § 45 SGB XI), offenes Modul 3
    offenes Modul 3: Schulungen für pflegende... weiter..
    SEMINAR-NR. A6-551A/18
    Datenschutz in der Jugendhilfe - Was ändert die Datenschutz-Grundverordnung?
    Wiederholung der Veranstaltung vom Mai 2018: In... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-777A/18
    Einführung in die Grundlagen des deutschen Asylverfahrens
    Das Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie das... weiter..
    SEMINAR-NR. A6-546 /18
    "Was fang' ich mit Dir an?"
    Kinder und Jugendliche mit einer "Störung des Sozialverhaltens" in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe
    Alle Jugendhilfeeinrichtungen, die im Bereich der... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-178 /18
    Kritik- und Konfliktgespräche professionell führen
    Es ist eine interessante und dennoch nicht immer... weiter..
    SEMINAR-NR. A7-802 /18
    Erfahrung für die Zukunft
    Geschichte, Werte und Leitsätze der AWO praxisorientiert vermitteln
    Das Ziel, Menschen für die Geschichte der AWO zu... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-232 /18
    QB Update 2 - Schlaue Lösungen im Managementsystem
    Qualitätsbeauftragte übernehmen eine zentrale... weiter..
    SEMINAR-NR. V6-062 /18
    Netzwerktagung Offene Jugendarbeit in der AWO
    Die Offene Jugendarbeit ist das drittgrößte... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-779A/18
    Flucht & Migration: Traumatisierten und vulnerablen Menschen begegnen
    Fachkräfte aus den Migrationsfachdiensten und der... weiter..
    SEMINAR-NR. V1-011 /18
    2. Netzwerktagung der AWO Pflegeberater*innen
    Diese Tagung dient der bundesweiten Vernetzung... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-649A/18
    Arbeitsgruppe AWO Suchtberatungsstellen
    Vorläufige Tagesordnung, 11.10.18 1.... weiter..
    SEMINAR-NR. V7-071 /18
    Netzwerktagung Verbandsentwicklung
    Mit dieser Netzwerktagung soll der Austausch von... weiter..
    SEMINAR-NR. A7-858 /18
    ZMAV - Komplett-Schulungen für Anwender*innen der ZMAV Webanwendung
    Frühbucher-Rabatt! Wer mindestens 2 Monate vor... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-382 /18
    Ressourcenaktivierende Arbeit in der psychosozialen Begleitung und Beratung
    "Das Unbewusste ist ein riesiger Speicher?" ... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-803 /18
    Ist Jude ein Schimpfwort? - Workshop zum gegenwärtigen Antisemitismus
    Workshop in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum... weiter..
    Download Programm 2019