Kursdetails

    SEMINAR-NR. I6-560 /20

    Projekt B - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
    Qualifizierung zum*zur Beteiligungskoordinator*in
    Reihe E

    Wann
    09.11.2020, 14:00 Uhr - 24.09.2021, 14:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Fach- und Leitungskräfte der Arbeitsfelder Hilfen zur Erziehung, Jugendsozialarbeit, Jugendarbeit
     
    Leitung
    Zinser, Claudia
     
    Zuständig
    Hubert Lautenbach
     
    Ort
    Berlin (E1) und Rolandseck (E2+E3)
     
    TN-Beitrag
    840 € inklusive Unterkunft und Verpflegung
     
    Download Seminarinfo

    Zertifikatsreihe E Projekt B - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen Qualifizierung zum*zur Beteiligungskoordinator*in In dieser Qualifizierungsreihe können sich erstmals Fachkräfte aus den Handlungsfeldern Hilfen zur Erziehung, Jugendsozialarbeit, Eingliederungshilfe, Hort, Schulsozialarbeit und Jugendarbeit zusammen auf den Weg machen, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in ihren Arbeitsbereichen genauer zu analysieren. Es werden gemeinsame Grundlagen identifiziert und Anregungen aus der Unterschiedlichkeit von Rahmenbedingungen und Methoden herausgefiltert. Der Schwerpunkt der Fortbildung liegt auf der Beteiligung vom Schuleintrittsalter bis zur Volljährigkeit. In vielen Handlungsfeldern der sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen liegen schon lange Partizipationskonzepte und -erfahrungen vor und das Recht auf Beteiligung ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Gesetzen auf UN-, Bundes- und Landesebene festgeschrieben. Und dennoch fehlt es im konkreten pädagogischen Alltag häufig an vielschichtiger, lebendiger und ernst gemeinter Beteiligung der Kinder und Jugendlichen an den für sie wichtigen Lebenssituationen und Entscheidungen. Wissenschaftlich belegt ist ein Zugewinn durch Kinder- und Jugendbeteiligung auf vielen Ebenen: Die Wirksamkeit von Maßnahmen der Jugendhilfe erhöht sich deutlich mit zunehmender Mitbestimmung der jungen Menschen. Partizipation stärkt und befähigt für ein selbstständiges Leben und trägt auch zum Schutz innerhalb von Einrichtungen bei. Lebendige Beteiligung motiviert Kinder und Jugendliche, ihre Umwelt mitzugestalten und ermöglicht ihnen neue soziale und demokratische Lern- und Entwicklungsfelder. Wieso ist in der Praxis trotzdem "noch viel Luft nach oben", wenn es um die konkrete Beteiligung geht? Vor diesem Hintergrund nehmen wir die Machtverteilung in den pädagogischen Beziehungen und in den Strukturen kritisch in den Blick und beschäftigen uns mit der Verbesserung der Gelingensbedingungen: eine partizipative Grundhaltung der Fachkräfte, attraktive und partizipationsfördernde Methoden und partizipationsunterstützende Strukturen. Die Zertifikatsreihe richtet sich vor allem an Mitarbeiter*innen oder Führungskräfte, die sich im Arbeitsalltag bereits mit dem Thema Partizipation auseinandersetzen und dies noch konkreter umsetzen wollen - auch interessierte Neulinge sind selbstverständlich willkommen. Das Themenspektrum erstreckt sich von zielgruppenorientierten Beteiligungsmöglichkeiten, struktureller Absicherung über die Entwicklung von Rechtekatalogen und Verhaltenskodizes bis zur Einrichtung eines Beschwerdemanagements. Ziel ist es, eine Beteiligungskultur im jeweiligen Arbeitsfeld zu schaffen und ggf. beratend für andere Teams zur Verfügung zu stehen. Eine Erprobung von Partizipationsvorhaben findet bereits während der Fortbildung statt. Zwischen den Modulen werden Transferprojekte umgesetzt. Die Ergebnisse dieses Prozesses werden in einem Zertifikatsbericht festgehalten. Die Unterstützung der Fortbildung durch die Führungsebene ist explizit erwünscht. Dazu gehört ein angemessener zeitlicher Rahmen für die Realisierung des Partizipationsvorhabens ebenso wie die Ermöglichung der Teilnahme an allen 3 Modulen. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Qualifizierung: - Was bedeutet Beteiligung genau? Beteiligungsstufen und -modelle - Woran erkenne ich qualitativ hochwertige Beteiligung? - Welche Methoden haben sich für welche Zielgruppe bewährt? Was macht gelingende Beteiligung aus? - Der Umgang mit der Machtfrage: Was macht eine partizipative Grundhaltung aus? Was bedeutet meine persönliche Geschichte für meine partizipative Haltung? - Wie gewinne ich mein Team für die Implementierung von Beteiligungsstrukturen und das Einlassen auf immer wieder neue Beteiligungsprozesse? - Wie gehe ich mit "Stolpersteinen" um? - Der Beteiligungsprozess: Wie initiiere ich ihn? Wie halte ich ihn am Laufen? Wie schließe ich ihn gut ab? - Beteiligungskoordinator*in: Welche Aufgaben fallen an? Was kann er/sie unter den jeweiligen Rahmenbedingungen leisten? Modul 1 Das Einführungsmodul klärt Grundlagen, Motive und biografische Einflüsse und bietet eine praxisnahe Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen von Beteiligung im jeweiligen Arbeitsbereich. Entsprechend werden Beteiligungschancen sowie -lücken identifiziert. Ziel des ersten Moduls ist die Planung von überschaubaren Beteiligungs- und Verfahrensschritten bis zur nächsten Qualifizierungsrunde. Modul 2 Im zweiten Modul werden die Erfahrungen, Hindernisse und Erfolge der bisherigen Umsetzung ausgewertet und eine Weiterentwicklung der Beteiligungsvorhaben in den Blick genommen. Die Modalitäten des Zertifikatsberichts werden besprochen. Ergebnisse aus anderen Projekten werden einbezogen. Das Transferprojekt bis zum 3. Modul wird festgelegt. Modul 3 Im Abschlussmodul werden die initiierten bzw. weiterentwickelten Partizipationsprozesse und Implementierungen präsentiert und gemeinsam bilanziert. Es erfolgt die Planung der Partizipationsaktivitäten über die Fortbildung hinaus. Einen weiteren Schwerpunkt des Moduls bildet die Didaktik von Beteiligungsprozessen, also die situationsorientierte Vermittlung der Erfahrungen an andere Teams oder Einrichtungen. Ziele der Qualifizierung: Die Fortbildung dient der inhaltlichen, methodischen und didaktischen Qualifizierung der Teilnehmenden. Ausgangspunkte der Qualifizierung sind die professionellen Erfahrungen bzw. eine bereits bestehende Beteiligungspraxis der Teilnehmenden und die Besonderheiten ihrer Arbeitskontexte. Entsprechend werden die Beteiligungschancen und -lücken der eigenen Einrichtung analysiert. In den Phasen zwischen den Fortbildungsblöcken werden die erlernten Verfahren erprobt bzw. strukturell implementiert, wofür eine entsprechende Bereitschaft seitens der entsendenden Einrichtung hilfreich ist. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden das Wissen und Können nicht nur in ihrer eigenen Einrichtung umsetzen, sondern dazu befähigt werden, diese Implementierungserfahrung als Beteiligungskoordinator*innen an andere Fach- und Leitungskräfte in ihrem Arbeitsfeld weiterzugeben. Kollegialer Austausch und Coaching: Auf dem Online-Portal AWO-Net wird eine geschlossene Gruppe für die Kursteilnehmer*innen eingerichtet. Hier können Kursleiterin und Teilnehmende Erkenntnisse und methodische Erfahrungen, Fachartikel, Materialsammlungen u.v.m. einstellen. Die Online-Gruppe kann von den Beteiligungskoordinator*innen über den Kurs hinaus als Austauschforum genutzt werden. Darüber hinaus wird es einzelne Online- oder Telefontermine mit der Kursleiterin geben, um für die laufenden Prozesse Coaching zur Verfügung zu stellen. Zertifizierung: Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat bescheinigt, in dem die Inhalte, Methoden der Qualifizierungsreihe und die Praxisprojekte der*des Teilnehmer*in aufgeführt sind. Die Zertifizierung setzt die Teilnahme an allen Bestandteilen der Reihe und die Umsetzung eines Partizipationsvorhabens in der eigenen Einrichtung voraus. Dieses Transferprojekt ist in einem Zertifikatsbericht zu dokumentieren.

     
    Veranstaltungen Januar 2020
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