Kursdetails

    SEMINAR-NR. I3-470 /18

    Kinderstube der Demokratie
    Qualifizierung von Multiplikator*innen für Partizipation in Kitas - Reihe F

    Wann
    03.12.2018, 14:00 Uhr - 16.01.2020, 13:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Fachberater*innen und Fortbildner*innen von pädagogischen Fachkräften, (stellvertretende) Kitaleiter*innen, pädagogische Fachkräfte
     
    Leitung
    Hansen, Rüdiger / Redecker, Sabine / Prof. Dr. Knauer, Raingard / Roeder, Carsten
     
    Zuständig
    Susanne Hecht
     
    Ort
    AWO Tagungszentrum Haus Humboldtstein, Remagen-Rolandseck
     
    TN-Beitrag
    3360 € (Externe: 3840 €) inklusive Unterkunft und Verpflegung
     

    In Kooperation mit der Fachhochschule Kiel, Reihe F Partizipation ist schon in Kindertageseinrichtungen ein Recht von Kindern. Das Konzept "Die Kinderstube der Demokratie" ermöglicht pädagogischen Fachkräften, ihre Kindertageseinrichtung als demokratischen Ort zu verfassen, an dem Partizipation strukturell verankert ist, Beziehungen respektvoll gestaltet werden und Demokratiebildung gelingt. Partizipation ist ein Recht, das Kindern international, auf Bundes- und auf Landesebene (u. a. in den Kindertagesstättengesetzen) ohne Altersbegrenzung zugestanden wird. Allerdings enthalten alle genannten Rechtsvorschriften Hinweise darauf, dass diese Beteiligung "angemessen" und "der Entwicklung des Kindes entspreche" zu erfolgen habe. Damit stellt Partizipation zunächst Herausforderungen an die pädagogischen Fachkräfte. Diese sind grundsätzlich dazu verpflichtet, Kinder schon in Kindertageseinrichtungen an Entscheidungen, die sie betreffen, zu beteiligen; es liegt jedoch in ihrem fachlichen Ermessen, wie sie die Beteiligung der Kinder gestalten. In vielen Kita-Bildungsplänen der Länder wird Partizipation als Schlüssel zu Bildung und Demokratie beschrieben. Bildung wird hier als Aneignungsprozess des Kindes verstanden, der ohne dessen aktive Beteiligung gar nicht stattfinden kann. Allerdings findet diese Selbstbildung immer in sozialen Zusammenhängen statt, in denen auch die pädagogischen Fachkräfte als Ko-Konstrukteure an der Bildung der Kinder beteiligt sind. Das gilt auch für politische Bildung, die - ob die Fachkräfte dies bewusst gestalten oder nicht - mit dem Eintritt des Kindes in die soziale Gemeinschaft der Kindertageseinrichtung beginnt. Das derzeit umfassendste Konzept für Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen ist "Die Kinderstube der Demokratie". Es wurde über zehn Jahre in zahlreichen Kindertageseinrichtungen zunächst in Schleswig-Holstein entwickelt und erprobt. Das Konzept ermöglicht Kita-Teams, ihre Einrichtung als demokratischen Ort zu gestalten. Dabei ist der Name Programm: In einer Kinderstube der Demokratie klären die Fachkräfte in einer "Verfassunggebenden Versammlung" die grundlegenden (Mitentscheidungs-)Rechte der Kinder, entwerfen verlässliche Beteiligungsgremien und schreiben beides in einer "Kita-Verfassung" fest. Sie gestalten die Beteiligungsverfahren methodisch angemessen und bemühen sich, respektvolle und dialogische Beziehungen zu allen Beteiligten einzugehen. So lernen die Kinder Demokratie, indem sie Demokratie erleben. Demokratie und solidarisches Miteinander stellen für die AWO als wertegebundenen Verband wesentliche Eckpfeiler dar. Die Beteiligung von (jungen) Menschen gehört damit zu den Grundsätzen der Arbeiterwohlfahrt. Diese ver-bandliche Verwurzelung gibt der fachlichen Auseinandersetzung mit Partizipation eine besondere Bedeutung. Voraussetzungen für den Zertifikatsabschluss sind: - Regelmäßige Teilnahme an den Modulen - Präsentation des Praxisprojekts vor einem Fachpublikum Modul 1: Grundlagen der Beteiligung von Kindern in Kindertageseinrichtungen 03.12. - 06.12.2018 Im ersten Modul geht es zunächst darum, ein gemeinsames Verständnis des Begriffes Partizipation zu entwickeln. Partizipation thematisiert die Machtverteilung zwischen den pädagogischen Fachkräften und den Kindern und verlangt in demokratischen Einrichtungen einen reflektierten Umgang mit der Macht der Erwachsenen. Ein Blick auf die gesetzlichen Bestimmungen zeigt, dass Kinder ein Recht darauf haben, über Angelegenheiten, die sie betreffen, mitzuentscheiden. Modul 2: Das Fortbildungskonzept "Die Kinderstube der Demokratie" 25.02. - 28.02.2019 Die Teilnehmer*innen erhalten einen fundierten Überblick über die didaktisch-methodischen Grundlagen einer partizipativen Fortbildungsdidaktik. Dazu werden die Rollen der Multiplikator*innen, der Fachkräfte sowie der Kinder in den zu begleitenden Einrichtungen analysiert und Moderationstechniken trainiert. Da eine Beteiligung der Kinder an elementaren Entscheidungen stets auch die Mütter und Väter der Kinder betrifft, gilt es auch, die Möglichkeiten und potenziellen Probleme ihrer Beteiligung zu untersuchen. Modul 3: Beteiligungsverfahren 02.04. - 05.04.2019 Im Mittelpunkt steht die strukturierte Planung projektorientierter Beteiligungsverfahren. Diese dienen im Konzept "Die Kinderstube der Demokratie" dazu, den Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozess von Kindern angemes-sen zu gestalten. Aufgrund ihrer inhaltlichen und zeitlichen Begrenzung sind diese Verfahren aber auch dafür prädestiniert, Fachkräfteteams erste Erfahrungen mit der Beteiligung von Kindern zu ermöglichen. Modul 4: Methodische Vorbereitung der Praxisphase 01.07. - 04.07.2019 Das Verfahren der Verfassunggebenden Versammlung wird vertieft. Während in Kindertageseinrichtungen bislang in der Regel die erwachsenen "Bestimmer*inne" das Recht auf das letzte Wort hatten, wird in Kinderstuben der Demokratie verbindlich geklärt, worüber das "Volk" der Kinder (mit-)entscheiden darf. Dies bedeutet für die pädagogischen Fachkräfte, dass sie auf einen Teil der eigenen Macht und Einflussnahme verzichten und diesen Prozess auch bewusst reflektieren. Modul 5: Coaching und Vertiefung 12.11. - 15.11.2019 Während der Praxisphase findet ein Gruppen-Coaching statt, in dem die Praxiserfahrungen reflektiert und das weitere Vorgehen ggf. neu geplant werden kann. Es wird erarbeitet, wie Beschwerdeverfahren nach § 45 SGB VIII entwickelt werden können. Ein vertiefender Blick wird noch einmal auf die Beteiligung der unter 3-jährigen Kinder und die Einbindung der Mütter und Väter geworfen. Modul 6: Präsentation der Praxisprojekte 13.01. - 16.01.2020 Die Praxisphase wird gemeinsam reflektiert und im Hinblick auf die weitere Multiplikatorentätigkeit der Teilnehmenden ausgewertet. Im Anschluss findet vor einem geladenen Fachpublikum die Präsentation der Praxisprojekte statt, die mit der Zertifizierung der Teilnehmer*innen endet.

     
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