Kursdetails

    SEMINAR-NR. I3-460 /17

    Kinderstube der Demokratie
    Qualifizierung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für Partizipation in Kitas - Reihe E

    Wann
    06.06.2017, 14:00 Uhr - 30.08.2018, 13:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Fachberatungen und Fortbildner*innen von pädagogischen Fachkräften, (stellvertretende) Kitaleitungen, pädagogische Fachkräfte
     
    Leitung
    Hansen, Rüdiger / Redecker, Sabine / Prof. Dr. Knauer, Raingard
     
    Zuständig
    Susanne Hecht
     
    Ort
    AWO Tagungszentrum Haus Humboldtstein, Remagen-Rolandseck
     
    TN-Beitrag
    2880 € (Externe: 3360 €) inklusive Unterkunft und Verpflegung
     
    Download Seminarinfo

    Partizipation ist schon in Kindertageseinrichtungen ein Recht von Kindern. Das Konzept "Die Kinderstube der Demokratie" ermöglicht pädagogischen Fachkräften, ihre Kindertageseinrichtung als demokratischen Ort zu verfassen, an dem Partizipation strukturell verankert ist, Beziehungen respektvoll gestaltet werden und Demokratiebildung gelingt. Partizipation ist ein Recht, das Kindern international, auf Bundes- und auf Landesebene (u.a. in den Kindertagesstättengesetzen) ohne Altersbegrenzung zugestanden wird. Allerdings enthalten alle genannten Rechtsvorschriften Hinweise darauf, dass diese Beteiligung "angemessen" und "der Entwicklung des Kindes entsprechend" zu erfolgen habe. Damit stellt Partizipation zunächst Herausforderungen an die pädagogischen Fachkräfte. Diese sind grundsätzlich dazu verpflichtet, Kinder schon in Kindertageseinrichtungen an Entscheidungen, die sie betreffen, zu beteiligen; es liegt jedoch in ihrem fachlichen Ermessen, wie sie die Beteiligung der Kinder gestalten. In vielen Kita-Bildungsplänen der Länder wird Partizipation als Schlüssel zu Bildung und Demokratie beschrieben. Bildung wird hier als Aneignungsprozess des Kindes verstanden, der ohne dessen aktive Beteiligung gar nicht stattfinden kann. Allerdings findet diese Selbstbildung immer in sozialen Zusammenhängen statt, in denen auch die pädagogischen Fachkräfte als Ko-Konstrukteure an der Bildung der Kinder beteiligt sind. Das gilt auch für politische Bildung, die - ob die Fachkräfte dies bewusst gestalten oder nicht - mit dem Eintritt des Kindes in die soziale Gemein-schaft der Kindertageseinrichtung beginnt. Das derzeit umfassendste Konzept für Demokratiebildung in Kindertageseinrichtungen ist "Die Kinderstube der Demokratie". Es wurde über zehn Jahre in zahlreichen Kindertageseinrichtungen zunächst in Schleswig-Holstein entwickelt und erprobt. Das Konzept ermöglicht Kita-Teams, ihre Einrichtung als demokratischen Ort zu gestalten. Dabei ist der Name Programm: In einer Kinderstube der Demokratie klären die Fachkräfte in einer "Verfassunggebenden Versammlung" die grundlegenden (Mitentscheidungs-)Rechte der Kinder, entwerfen verlässliche Beteiligungsgremien und schreiben beides in einer "Kita-Verfassung" fest. Sie gestalten die Beteiligungsverfahren methodisch angemessen und bemühen sich, respektvolle und dialogische Beziehungen zu allen Beteiligten einzugehen. So lernen die Kinder Demokratie, indem sie Demokratie erleben. Demokratie und solidarisches Miteinander stellen für die AWO als wertegebundenen Verband wesentliche Eckpfeiler dar. Die Beteiligung von (jungen) Menschen gehört damit zu den Grundsätzen der Arbeiterwohlfahrt. Diese verbandliche Verwurzelung gibt der fachlichen Auseinandersetzung mit Partizipation eine besondere Bedeutung. Voraussetzungen für den Zertifikatsabschluss sind: - Regelmäßige Teilnahme an den Modulen - Präsentation des Praxisprojekts vor einem Fachpublikum Modul 1: Grundlagen der Beteiligung von Kindern in Kindertageseinrichtungen 06.06. - 09.06.2017 Modul 2: Das Fortbildungskonzept "Die Kinderstube der Demokratie" 09.10. - 12.10.2017 Modul 3: Beteiligungsverfahren 09.01. - 12.01.2018 Modul 4: Methodische Vorbereitung der Praxisphase 26.02. - 01.03.2018 Modul 5: Coaching und Vertiefung 05.06. - 08.06.2018 Modul 6: Präsentation der Praxisprojekte 27.08. - 30.08.2018

     
    Veranstaltungen April 2017
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