Kursdetails

    SEMINAR-NR. I6-580 /18

    Bindungstheoretische Ansätze und Methoden in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Familien
    Kursreihe in 4 Teilen (Zertifikatskurs)

    Wann
    21.06.2018, 14:30 Uhr - 01.01.2020, 13:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Erfahrene Mitarbeiter*innen aus den Hilfen zur Erziehung, der Jugendhilfe, Sozialen Dienste von Jugendämtern und der Familienbildung
     
    Leitung
    Wilke, Matthias
     
    Zuständig
    Klaus Theißen
     
    Ort
    AWO Tagungszentrum Haus Humboldtstein, Remagen-Rolandseck
     
    TN-Beitrag
    1530 € (Externe: 1800 €) inklusive Unterkunft und Verpflegung
     

    Die Bindungsforschung erlebt eine Renaissance in der pädagogischen Arbeit. Sie kann einen wichtigen Beitrag für die pädagogische Diagnostik leisten und den Blick für das Beziehungs- und Erziehungsgeschehen in Familien schärfen. Sie liefert konzeptionelle und verhaltensleitende Anregungen für die Hilfe- und Erziehungsplanung sowie die professionelle Beziehungsgestaltung. Als Bestandteil von Leistungsbeschreibungen können bindungstheoretische Aspekte Einrichtungen und Dienste darin unterstützen, ihr pädagogisches Profil weiter auszubauen. In der vierteiligen Kursreihe werden die Teilnehmenden intensiv mit den Grundlagen der Bindungstheorie und verschiedenen Anwendungsfeldern vertraut gemacht. Die Ergebnisse der neueren Bindungsforschung und deren praktische Anwendungsmöglichkeiten für die strukturellen und pädagogischen Prozesse im Rahmen der erzieherischen Hilfen werden nutzbar vermittelt und in Bezug auf die unmittelbaren Praxisfelder der Teilnehmenden erarbeitet und erprobt. Inhaltliche Schwerpunkte der Fortbildung im Einzelnen: - Einführung in die Grundlagen der Bindungstheorie und den aktuellen Forschungsstand - Neurologische und physiologische Aspekte früher Bindungserfahrungen - Grundlagen der frühen Eltern-Kind-Kommunikation: frühkindliche Signale, Belastungsreaktionen und die Feinzeichen gestörter Interaktion - Von der "Sicheren Basis" zur gegenseitigen Anerkennung: wichtige Entwicklungsschritte in der Eltern-Kind-Beziehung - Konsequenzen für die pädagogisch-therapeutische Arbeit in der Jugendhilfe, präventive Ansätze und den Bereich der "Frühen Hilfen" - Einführung in bindungstheoretisch fundierte Methoden wie die Biografiearbeit und die entwicklungspsychologisch orientierte Beratung - Perspektiven der Interaktionsdiagnostik und Grundlagen professioneller Beziehungsförderung - Die Arbeit in und mit spezifischen Zielgruppen und Problemsituationen unter bindungstheoretischer Perspektive - u. a. die Arbeit mit minderjährigen Eltern und die Arbeit mit Familien, in denen Eltern psychisch erkrankt sind - Das Erkennen von frühen Anzeichen für eine drohende Kindeswohlgefährdung unter bindungstheoretischen Gesichtspunkten - Klassifizierung und pädagogischer Umgang mit verschiedenen Formen von Bindungsstörungen - Ressourcenaktivierende Arbeit mit Problemfamilien Die Kursreihe kann mit den jeweiligen Teilnahmebescheinigungen oder mit dem Erlangen eines Zertifikates abgeschlossen werden. Für das Zertifikat sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen: - Teilnahme an allen vier- bzw. dreitägigen Seminarmodulen - Anfertigung einer schriftlichen Hausarbeit - Vorstellung einer Fallanalyse Das erste Modul kann als Einzelkurs gebucht werden und dient gleichzeitig der Entscheidungsfindung über die Teilnahme an den Folgemodulen in 2019 und 2020. Diese sind nur zusammen buchbar. (Neue Teilnehmer*innen können evtl. im zweiten Modul einsteigen, Erfahrungen mit bindungstheoretischen Ansätzen sind Voraussetzung.) Modul 1: 21.6. - 24.6.2018 Bindung als Basis: Bindungstheoretische Grundlagen, Ansätze und Methoden Modul 2: 4 Tage (Frühjahr 2019) Interaktionsdiagnostik und professionelle Beziehungsgestaltung Modul 3: 4 Tage (Herbst 2019) Umgang mit spezifischen Problemkonstellationen und Zielgruppen Modul 4: 3 Tage (Frühjahr 2020) Praxisbezogene Reflexion der Hausarbeiten, Auswertung und Zertifikatsübergabe

     
    Veranstaltungen Oktober 2017
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