Kursdetails

    SEMINAR-NR. I3-330 /17

    Netzwerkmanager*in im Sozialraum Reihe C

    Wann
    03.04.2017, 14:00 Uhr - 21.03.2018, 14:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Mitarbeiter*innen öffentlicher Träger und der AWO, die mit der Aufgabe betraut sind, sozialräumliche Netzwerke zwischen den verschiedenen sozialen Diensten zu initiieren, zu entwickeln und zu koordinieren.
     
    Leitung
    Titz, Klaus / Dr. Schönknecht, Christiane
     
    Zuständig
    Karin Kaltenbach
     
    Ort
    AWO Tagungszentrum Haus Humboldtstein, Remagen-Rolandseck
     
    TN-Beitrag
    3350 € (Externe: 3350 €) inklusive Unterkunft und Verpflegung
     
    Download Seminarinfo

    Teilhabe von Menschen an der Gesellschaft beginnt dort, wo sie wohnen, im Sozialraum. Um dies zu ermöglichen, erfordert es zielgerichteter Aktionen, die sich an den Bedarfslagen und den Potenzialen von allen im Sozialraum lebenden Menschen orientieren. Demografische und gesellschaftliche Entwicklungen führen zu großen Herausforderungen in den Städten und Gemeinden. Bisherige Versorgungs- und Dienstleistungskonzepte z.B. in der Alten-, Jugend- und Behindertenhilfe stoßen zunehmend an Grenzen: So steigt die Nachfrage nach Pflege und Betreuung älterer Menschen, bei gleichzeitigem Rückgang des familiären und professionellen Pflegepotenzials. Nicht so gravierende, aber ähnliche Entwicklungen sind in anderen sozialen Arbeitsfeldern zu beobachten. Die Problemlagen in der Jugendhilfe werden komplexer und erfordern die abgestimmte Zusammenarbeit verschiedener Akteure wie Schule, Jugendhilfeträger, Vereine und dem Jugendamt mit den Familien. Inklusion voranzubringen, erfordert die Öffnung aller Bereiche einer Kommune und die Bereitschaft der Bürger/innen, Teilhabe zu ermöglichen. Spezialisierte Einrichtungen in den verschiedenen "Hilfesäulen" reichen nicht mehr aus, die vielfältigen Anforderungen auf Dauer wirksam zu bearbeiten. Es gilt Fachbereichsgrenzen zu überwinden, um bereichs- und generationenübergreifende Arbeitsansätze zu entwickeln. Hierbei hat die kommunale Ebene eine besondere Bedeutung, denn dort wird das Zusammenspiel von Bürger/innen, Kommune und gemeinnützigen Trägern der Wohlfahrtspflege konkret gestaltet. Die Kommune hat die Aufgabe, den Zusammenhalt im Gemeinwesen zu stärken. Sie fördert Kooperationen, in dem sie die Akteure an einen Tisch bringt und Kooperationen organisatorisch und finanziell unterstützt. Sie trägt im Sinne der Daseinsvorsorge auch die Verantwortung für eine teilhabeorientierte, integrierte Sozial- und Infrastrukturentwicklung. Träger sozialer Dienstleistungen haben die Aufgabe, ihre Arbeitsorganisation nicht mehr bereichsbezogen, sondern bedarfsorientiert, dezentral und sozialräumlich auszurichten. Das erfordert neben strukturellen Veränderungen der Organisationen, eine auf Kooperation ausgerichtete Ablauforganisation, erweiterte Unternehmenskommunikation und Personalentwicklung mit dem Ziel, vernetzte Arbeitsformen zu fördern und Sozialraumpotenziale zu erschließen. Voraussetzung dafür ist, dass die Träger der Wohlfahrtspflege und die Kommunen neue Organisations- und Leistungsstrukturen entwickeln, die gekennzeichnet sind durch eine konsequente Ressourcenorientierung sowie die Überwindung starrer Fachbereichs-/ Leistungsbereichsgrenzen und damit verbundener Finanzierungszugänge. Eine integrierte Planung der sozialen Versorgung und der Aufbau beteiligungsorientierter Kooperationsformen zwischen den Akteuren sind wesentliche Grundpfeiler einer erfolgreichen Sozialraumarbeit. Für die Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege bedeutet das, flexible und auf den Sozialraum ausgerichtete Dienstleistungen anzubieten, die sich an den Konzepten zu Teilhabe, Selbstbestimmung und Prävention ausrichten und in Form lokaler Netzwerke umgesetzt werden. Das erfordert die Ermittlung der Bedarfe und der Ressourcen des Sozialraumes, um Selbsthilfe und bürgerschaftliches Engagement zu unterstützen, Leistungen bedarfsgerecht zu entwickeln und Ausgangspunkte für die Kooperationen professioneller Anbieter zu erkennen. Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. und die AWO Bundesakademie sehen in einer gemeinsamen Qualifizierung von Mitarbeitenden freier und öffentlicher Träger zur/zum Netzwerkmanager/in im Sozialraum die besondere Chance, Sichtweisen und Erwartungen zusammen zu bringen und auf dieser Basis abgestimmte Arbeitsansätze im Sinne des Sozialraumes und seiner Einwohner/innen zu gestalten. Darüber hinaus gewinnen die Teilnehmenden Kenntnisse über Denk- und Handlungsweisen von Netzwerkpartnern im Sozialraum. Mögliche Dynamiken in der Entwicklung von Netzwerken können im Rahmen der Fortbildung vorausgedacht und reflektiert werden. Teilnahmevoraussetzungen: - Sozialräumliche Aufgabenschwerpunkte in der aktuellen Tätigkeit - Möglichkeit zur Durchführung eines fortbildungsbegleitenden Vernetzungsprojektes Ziele: - Persönliche und fachliche Kompetenzen für ein sozialraumorientiertes Netzwerkmanagement entwickeln - Klarheit über Funktion und Organisation sozialräumlicher Netzwerke gewinnen - Rolle und Aufgaben als Netzwerkkoordinator/in klären - Instrumente zur Netzwerkbildung und Netzwerkförderung konzeptionell und strukturiert bezogen auf einen Sozialraum anwenden - Die Grundlage der Zusammenarbeit von öffentlichen und freien Trägern bezogen auf Netzwerkarbeit kennenlernen Zertifikat: Voraussetzungen für den Zertifikatsabschluss sind: - Die regelmäßige Teilnahme an den Seminaren und den Kollegialen Beratungsgruppen - Durchführung eines Praxisprojektes auf Basis des Projektkontrakts - Abgabe eines Projektberichtes - Präsentation und Diskussion der Projektergebnisse im Kolloquium Teilnehmer/innen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, erhalten eine Bescheinigung über die tatsächliche Kursteilnahme. Zeitplan: April 2017 - März 2018 Modul 1: 03.04. - 06.04.2017 Modul 2: 12.06. - 15.06.2017 Modul 3: 18.09. - 21.09.2017 Modul 4: 11.12. - 14.12.2017 Modul 5: Kolloquium 19.03. - 21.03.2018

     
    Veranstaltungen April 2017
    Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2
    3 4 5 6 7 8 9
    10 11 12 13 14 15 16
    17 18 19 20 21 22 23
    24 25 26 27 28 29 30
       
    SEMINAR-NR. A1-680 /17
    ICF - Aufbau und Funktion. Kontext und Teilhabe. Basisseminar
    Die ICF (Internationale Klassifikation der... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-801 /17
    Datenschutz in der Beratung
    In dieser Fortbildung geht es um das immer... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-640 /17
    Schulung und Beratung von pflegenden Angehörigen - Pflegeberatung nach § 45 SGB XI
    Das Pflegeversicherungsgesetz sieht im § 45 SGB... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-380 /17
    Motivierende Gesprächsführung Förderung von Veränderungsbereitschaft
    Die Motivierende Gesprächsführung ist ein sowohl... weiter..
    SEMINAR-NR. I7-830A/17
    Erfolgreiche Verbandsentwicklung - Veränderungen im Mitgliederverband initiieren, begleiten und nachhaltig in den Alltag der AWO integrieren
    Die AWO ist ein auf gemeinsamen Grundwerten... weiter..
    SEMINAR-NR. I2-820A/17
    Praxistransfer "HerzlichAnkommen" im Projekt "Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge in der AWO"
    Im Förderzeitraum Januar bis Dezember 2017 des... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-821A/17
    Freiwilligenkoordination - Praxistransfer "HerzlichAnkommen" im Projekt "Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge in der AWO"
    Die Freiwilligenkoordination ist unter anderem... weiter..
    SEMINAR-NR. A2-774A/17
    Einführung in die Grundlagen des deutschen Asylverfahrens
    Die gestiegenen Flüchtlingszahlen resultieren in... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-830 /17
    Freiwilliges Engagement in der Suchthilfe. Beratung und Unterstützung von Verantwortlichen in der Selbsthilfe
    Ehrenamtliche Leiter*innen und Teilnehmende von... weiter..
    SEMINAR-NR. A3-271 /17
    "Wenn Gespräche schwierig werden?", Personenzentrierte und bedarfsorientierte Kommunikation
    Warum erscheint es manchmal so schwer: - mit... weiter..
    SEMINAR-NR. I3-330 /17
    Netzwerkmanager*in im Sozialraum Reihe C
    Teilhabe von Menschen an der Gesellschaft beginnt... weiter..
    SEMINAR-NR. A1-600 /17
    Suchtbelastete Familien und ihre Kinder
    Fast jedes sechste Kind erlebt Sucht im... weiter..
    Download Programm 2017