Kursdetails

    SEMINAR-NR. I6-560A/17

    Projekt B
    Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in stationären Einrichtungen der Hilfe zur Erziehung
    Qualifizierung zum/zur Beteiligungskoordinator*in - Reihe C

    Wann
    05.12.2017, 15:00 Uhr - 10.10.2018, 15:00 Uhr
     
    Zielgruppe
    Fach- und Leitungskräfte in stationären Hilfen zur Erziehung der AWO
     
    Leitung
    Zinser, Claudia
     
    Zuständig
    Hubert Lautenbach
     
    Ort
    Berlin (C1 und C2) und Nürnberg (C3)
     
    TN-Beitrag
    840 € inklusive Unterkunft und Verpflegung
     
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    Partizipation nimmt das Thema Machtverteilung in Strukturen und Beziehungen kritisch in den Blick. Partizipation von Kindern ist ein UN-Kinderrecht; sie soll insbesondere die Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen der Hilfen zur Erziehung stärken und befähigen und trägt auch zum Schutz innerhalb der Einrichtungen bei. Entsprechend ist Beteiligung zum einen eng verbunden mit einer partizipativen pädagogischen Haltung und Methodenkompetenz der Mitarbeiter*innen. Zum anderen sind nach dem Bundeskinderschutzgesetz von 2012 durch den Träger verbindliche institutionelle Abläufe und strukturelle Rahmenbedingungen zu schaffen, die Partizipation ermöglicht, stärkt und verstetigt: u.a. zielgruppenorientierte Beteiligungsmöglichkeiten, die Einrichtung eines Beschwerdemanagements, Ombudschaften. Kinder und Jugendliche sowie die Mitarbeiter*innen sollen in die konkrete Umsetzung einbezogen werden. Die strukturelle Absicherung ist wichtig, um Formen von Partizipation besser methodisch und inhaltlich auf die jeweilige Zielgruppe anpassen zu können (z.B. an unbegleitete minderjährige Geflüchtete), aber vor allem um Partizipation kontinuierlich und verbindlich im Wohngruppenalltag lebendig umzusetzen, zu evaluieren und neu anzupassen. Die Realität zeigt, dass sowohl inhaltlich-methodisch als auch strukturell in den Einrichtungen für Kinder- und Jugendbeteiligung noch *viel Luft nach oben* ist. In der Ambivalenz zwischen Wünschenswertem und Machbaren ist diese Fortbildung angesiedelt. Die nun zum dritten Mal stattfindende Zertifikatsreihe richtet sich vor allem an Mitarbeiter*innen und Führungskräfte in den Einrichtungen der Hilfe zur Erziehung, die sich im Arbeitsalltag bereits mit dem Thema Partizipation auseinandersetzen und dies noch konkreter umsetzen wollen. Auch interessierte Neulinge sind willkommen. Von der Verankerung im Konzept, über die Entwicklung von Rechtekatalogen und Verhaltenskodizes bis hin zu Beteiligungsgremien und spontaner Beteiligung im Alltag gilt es, eine gemeinsame Beteiligungskultur in der Einrichtung zu schaffen und beratend für andere Einrichtungen zur Verfügung zu stehen. Eine Erprobung von Partizipationsvorhaben findet bereits während der Fortbildung statt. Die Unterstützung der Fortbildung durch die Führungsebene ist daher explizit erwünscht. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Qualifizierung: - Was bedeutet Beteiligung genau? Beteiligungsstufen und -modelle - Woran erkenne ich qualitativ hochwertige Beteiligung? Welche Methoden haben sich für welche Zielgruppe bewährt? Was macht gelingende Beteiligung aus? - Der Umgang mit der Machtfrage: Was macht eine partizipative Grundhaltung aus? Was bedeutet meine persönliche Geschichte für meine partizipative Haltung? - Wie gewinne ich mein Team für die Implementierung von Beteiligungsstrukturen und das Einlassen auf immer wieder neue Beteiligungsprozesse? - Wie gehe ich mit Stolpersteinen um? - Der Beteiligungsprozess: Wie initiiere ich ihn? Wie halte ich ihn am Laufen? Wie schließe ich ihn gut ab? - Beteiligungskoordinator*in: Welche Aufgaben fallen an? Was kann er/sie unter den jeweiligen Rahmenbedingungen leisten? Ziele der Qualifizierung: Die Fortbildung dient der inhaltlichen, methodischen und didaktischen Qualifizierung der Teilnehmenden. Ausgangspunkte der Qualifizierung sind die professionellen Erfahrungen bzw. eine bereits bestehende Beteiligungspraxis der Teilnehmenden und die Besonderheiten ihrer Arbeitskontexte. Entsprechend werden die Beteiligungschancen und -lücken der eigenen Einrichtung analysiert. In den Phasen zwischen den Fortbildungsblöcken werden die erlernten Verfahren erprobt bzw. strukturell implementiert, wofür eine entsprechende Bereitschaft seitens der entsendenden Einrichtung hilfreich ist. Darüber hinaus sollen die Teilnehmenden das Wissen und Können nicht nur in ihrer eigenen Einrichtung umsetzen, sondern dazu befähigt werden, diese Implementierungserfahrung als Beteiligungskoordinatorinnen und -koordinatoren an andere Fach- und Leitungskräfte in stationären Hilfen zur Erziehung weiterzugeben. Modul 1: 05. - 07.12.2017 Das Einführungsmodul bietet eine praxisnahe Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen von Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung. Es werden in der eigenen Einrichtung Beteiligungschancen sowie -lücken identifiziert. Ziel des ersten Moduls ist die Planung von überschaubaren Beteiligungs- und Verfahrensschritten bis zur nächsten Qualifizierungsrunde. Modul 2: 19. - 21.03.2018 Im zweiten Modul werden die Erfahrungen, Hindernisse und Erfolge der Umsetzung ausgewertet und eine Weiterentwicklung der Beteiligung in den Blick genommen. Die Ergebnisse des Projektes "Demokratie in der Heimerziehung" in Schleswig-Holstein 2012 - 2013 werden einbezogen. Geplant ist die kollegiale Beratung durch AWO-Einrichtungen, die am Projekt teilgenommen haben. Modul 3: 08. - 10.10.2018 Im Abschlussmodul erfolgen eine Bilanz der initiierten bzw. weiterentwickelten Partizipationsprozesse und Implementierungen sowie die Planung der Partizipationsaktivitäten in den folgenden Monaten. Einen Schwerpunkt des Moduls bildet daher die Didaktik von Beteiligungsprozessen, also die situationsorientierte Vermittlung der Erfahrungen an andere Einrichtungen. Kollegialer Austausch und Coaching: Auf dem Online-Portal AWO-net wird eine geschlossene Gruppe für die Kursteilnehmer*innen eingerichtet. Zwischen den Qualifizierungsblöcken dient die Plattform dem kollegialen Austausch und der überregionalen kollegialen Zusammenarbeit. Es wird einzelne Online-Termine mit der Kursleiterin geben, um für die laufenden Prozesse Coaching zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren können hier Kursleiterin und Teilnehmende interessante Erkenntnisse und methodische Erfahrungen, Fachartikel, Materialsammlungen u.v.m. einstellen. Die Online-Gruppe kann von den Beteiligungskoordinatorinnen und -koordinatoren über den Kurs hinaus als Austauschforum genutzt werden. Zertifizierung: Die erfolgreiche Teilnahme wird mit einem Zertifikat bescheinigt, in dem die Inhalte und Methoden der Qualifizierungsreihe, aber auch die speziellen Praxisprojekte der jeweiligen Person konkret aufgeführt sind. Die Zertifizierung setzt die Teilnahme an allen Bestandteilen der Reihe, die Umsetzung eines Partizipationsvorhabens in der eigenen Einrichtung sowie eine schriftliche Auswertung und Reflexion dieser Umsetzung voraus.

     
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